KRAUCHTHAL
Jugendmitwirkungstag 2009
Der dritte Jugendmitwirkungstag der Gemeinde Krauchthal fand am 24. Oktober 2009 statt. Start war um 14.00 Uhr im Jugendraum, der gleichzeitig im Mittelpunkt der Diskussion stand: Die Anwesenden erarbeiteten konkrete Vorschläge dazu, wie der Treff künftig gestaltet und weitergeführt werden kann. Um 17.00 Uhr fand die Präsentation der Ergebnisse sowie die Verleihung des Zertifikats „Gemeinde Mit Wirkung“ durch Infoklick.ch statt. Den Abschluss des Tages bildeten ein Abendessen sowie ein kleines Abendprogramm mit Disco.
Jugendmitwirkungstag 2008
Der zweite Jugendmitwirkungstag war ein voller Erfolg. Die Frage lautete: Was können wir tun, damit sich Jugendliche auf dem Schulhausareal in Hettiswil aufhalten können, ohne den Hauswart durch Lärm und Abfall zu belasten? 24 Jugendliche und Erwachsene suchten in Workshops gemeinsam nach Ideen. Das Resultat ist ein konkretes Projekt: Engagierte Jugendliche planen mit Hilfe von Erwachsenen einen Unterstand, der die Möglichkeit bietet, Hängematten zu installieren. Zugleich soll der Unterstand die Hauswartswohnung vor Lärm schützen. Ebenso wichtig wie die baulichen Massnahmen ist aber, dass beide Seiten voneinander gehört haben, wo der Schuh drückt. Das ist auch die Grundidee des Jugendmitwirkungstages: Im gemeinsamen Gespräch zwischen den Generationen lassen sich die besten Lösungen finden.
Dem Motto der Jugendlichen „Pimp my Schulhaus“ wurde auch im Anschluss an die Workshops nachgelebt. Am Abend standen Abendessen, Karaoke und Disco auf dem Programm – noch weitere Jugendliche stiessen dazu. Dabei zeigte sich, dass die Idee des Jugendmitwirkungstages auch bei den jüngeren Jugendlichen schon bekannt ist und mehr als einmal war zu hören: Ich will nächstes Jahr auch mitmachen!
Jugendmitwirkungstag 2007
Der erste JMW-Tag in Krauchthal vom 25.08.07 war ein Erfolg: Ungefähr 30 Personen nahmen an den Workshops teil, davon 20 Jugendliche. Am Abend zählten wir 70 - 90 Besucherinnen und Besucher, die bei uns z’Nacht gegessen und die Abendunterhaltung genossen haben.
Zunächst wurden drei Räume besichtigt und geprüft (ZS Hub, ZS Grossacker und ZS Kindergarten Krauchthal). In den anschliessenden Workshops stuften die Jugendlichen ZS Hub als nicht geeignet ein (zu abgelegen, Nutzung als Salzlager etc.). Die ZS-Anlage Grossacker ist von der Lage und der Grösse der Räume her geeignet, aber die Nachbarschaft scheint sehr heikel zu sein (Lärm...). Die ZS-Anlage unter dem Kindergarten Krauchthal ist von der Lage und Grösse her geeignet, das Problem ist, dass ein Teil der Räume von einer Band und der andere Teil vom Militär genutzt wird.
Die Jugendlichen haben entschieden, sowohl ZS Grossacker als auch ZS Kindsgi weiter zu verfolgen. Beim ZS Grossacker soll das Gespräch mit Nachbarn aufgenommen werden, um abzuklären, wie ein Miteinander von Wohnen und Jugendtreff organisiert werden könnte. Bei der ZS-Anlage Kindsgi wird abgeklärt, ob eine gemeinsame Nutzung mit dem Militär denkbar ist (Militär ist meist nur 3 Wochen pro Jahr in diesen Räumen, Tendenz abnehmend) - entweder, dass für diese 3 Wochen der Jugendtreff geräumt wird, oder dass für das Militär eine Alternative gefunden wird. In zweiter Linie wird auch mit der Band weiter verhandelt. Klar wurde von vielen Jugendlichen geäussert, dass man die Band keinesfalls aus ihrem Raum vertreiben will, ohne ihnen eine Alternative anbieten zu können. Dies umso mehr, weil die Band an ihrem abendlichen Auftritt am ersten JugendMitWirkungstag Krauchthal alles gegeben und mächtig eingeheizt hat.
Zum Nutzungskonzept eines allfälligen Jugendtreffs wurden von den Jugendlichen erste Ideen entwickelt. Schnell wurde klar, dass man keine Lust auf einen „versifften“ Jugendkeller hat. Ein Alkoholverbot, ein Ämtliplan und eine stimmige Mischung aus selbstständigem Betrieb und Begleitung durch Erwachse soll gewährleisten, dass sich die Jugendlichen in ihrem Raum wohl fühlen.
Die Wunschliste für die Einrichtung des Treffs, der Freitag- und Samstagabend offen sein sollte, ist umfassend: Von der Teeküche über Töggelikasten, Billardtisch, Musikanlage, Playstation, zur Bar, Sofaecke und der Möglichkeit zu tanzen. Es bestehen aber auch sehr konkrete Ideen, wie so eine Einrichtung beschafft werden könnte: Vom Sponsorenlauf zur Aktivierung von Beziehungen wird da einiges in Bewegung gesetzt.
Bleibt die Frage der Trägerschaft: In nächster Zeit wird es darum gehen, bei bestehenden Vereinen nachzufragen, ob sie sich vorstellen könnten, die Trägerschaft des Jugendtreffs zu übernehmen oder ob eine neue Trägerschaft gebildet werden soll.
Das Abendprogramm umfasste die beeindruckende Performance der Hip-Hop-Tanzgruppe "sugar and spice", der kraftvolle Auftritt der Band "thanks for nothing" und zum Ausklang die gekonnte Disco von Manuel Boss, der auch für Beleuchtung und andere Effekte (Nebel!) zuständig war.
Die anwesenden GemeindevertreterInnen zeigten viel Goodwill und Bereitschaft, an der Realisierung des Jugend(T)raumes Krauchthal mitzuwirken. Die Gemeiderätinnen Monika Rüfenacht (Soziales SP) und Helga Flückiger (Bildung SP) waren bereits im Vorfeld im Organisationskommitee sehr engagiert, Beat Wermuth (Öffentliche Sicherheit SVP) und der Gemeindepräsident Claude Sonnen (FDP) nahmen an den Workshops, bzw. am Abendprogramm teil.
Die an den jeweiligen Workshops Beteiligten und das Organisationskommitee sind nun aufgefordert, die offenen Fragen abzuklären. Nach den Herbstferien treffen sich alle Interessierten und entscheiden über das weitere Vorgehen.




